LEADER-Kooperationsprojekt

Erfassung (historischer) Kulturlandschaft

Alte Hohlwege und Kellergassen, alte Weinberge und Streuobstwiesen, historische Ortsränder und Flurformen, Feldkreuze, Grenzsteine und Hüllweiher haben etwas gemeinsam: sie alle sind historische Elemente der Kulturlandschaft. Als Zeugnisse  einer jahrhundertelangen Nutzung der Landschaft durch den Menschen bestimmen sie noch heute das Landschaftsbild und machen Regionen unverwechselbar. Kulturlandschaften, welche aus der Wechselbeziehung von naturräumlichen Gegebenheiten und der Einflussnahme des Menschen entstanden sind, sind jedoch auch stets einem Wandel unterworfen. Um die historischen Elemente und Strukturen und das damit verbundene Wissen auch für nachfolgende Generationen zu bewahren, wurde das LEADER-Kooperationsprojekt „Erfassung (historischer) Kulturlandschaft“ ins Leben gerufen.

 

Worum geht's?

 Das Ziel des Projekts ist es, die historischen Elemente und Strukturen des ländlichen Raums in einer Datenbank zu erfassen und zum Ende der Projektlaufzeit über einen eigenen Layer im Bayern-Atlas der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Kulturlandschaften können auf Grund ihrer Komplexität sowohl in Hinsicht auf ihre zeitlichen Schichten wie auch räumlichen Strukturen nicht vollständig erfasst werden. Deswegen wird zu ihrer Erfassung meist ein elementbezogener Ansatz gewählt. Dabei wird die Kulturlandschaft in Funktionsbereiche wie z.B. Landwirtschaft, Siedlung oder Verkehr eingeteilt und diesen Bereichen wiederum einzelne Elementtypen zugeordnet. So entsteht ein Gesamtbild der Kulturlandschaft.

Wer ist beteiligt?

 Das LEADER-Kooperationsprojekt wird von insgesamt zwölf Lokalen Aktionsgruppen (LAG) getragen, den mittelfränkischen LEADER-Regionen, der Region Bamberg sowie drei Regionen aus der Oberpfalz. Federführend ist die LAG Südlicher Steigerwald e.V., bei der für die wissenschaftliche Aufbereitung eigens Armin Röhrer als Projektmanager angestellt wurde.

 

Kooperationspartner sind außerdem das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sowie der Bayerische Landesverein für Heimatpflege.

 

Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Wer kann mitmachen?

Zentral für das Gelingen des Projekts ist die Einbindung von Ehrenamtlichen.

Heimatpfleger, Vereinsvertreter, Archivare, Wanderführer, Feldgeschworene und andere Wissensträger und heimatgeschichtlich Interessierte sind aufgerufen, ihre Kenntnisse über ihre Heimat einzubringen. Jeder, der sich für die historischen und naturräumlichen Gegebenheiten seiner Heimatregion interessiert, kann mitmachen. Nur mit der tatkräftigen Unterstützung von engagierten Ehrenamtlichen ist es möglich, dieses beispiellose Modell-Projekt voran zu bringen.

 

Die notwendigen Grundlagen werden im Rahmen kostenloser regionaler Workshops vermittelt. Nähere Informationen finden Sie unter Aktuelles und auf den Homepages der Projektteilnehmer.

Die teilnehmenden Regionen

  • LAG Region Bamberg (409)
  • LAG Südlicher Steigerwald (501)
  • LAG Aischgrund (502)
  • LAG an der Romantischen Straße (507)
  • LAG Nürnberger Land (503)
  • LAG Erlebenswelt Roth (504)
  • LAG Region Hesselberg (505)
  • LAG Altmühlfranken (508)
  • Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach (305)
  • Regionalentwicklung Landkreis Schwandorf (304)
  • Regionalentwicklung Landkreis Regensburg (301)